In 80 Tagen um die kulinarische Welt Teil 11: Nord-Amerika

Jetzt sind wir schon bei Teil 11 unserer Blogserie „In 80 Tagen um die kulinarische Welt“ (alle bisherigen Beiträge von mir und meinen Kolleginnen verlinke ich ganz unten!) und heute geht es nach Amerika! Um genau zu sein nach Nordamerika und ich habe in diesem Fall Kanada und die USA in einen Topf geschmissen (dort würde ich dafür wohl bestraft werden :P ), denn manche typische Gerichte und Speisen sind in beiden Ländern gleich oder ähneln sich zumindest.

Ich habe mir 2011 einen langjährigen Wunsch erfüllt und habe eine Rundreise durch die USA gemacht, nachdem ich davor schon einmal in Vancouver, Kanada und im schönen Kalifornien gewesen war. 4 Wochen Rundreise: stressig, aber eindrucksvoll! Wir sind in New York gestartet, sind nach San Francisco gejettet, von dort ging es dann nach Las Vegas mit einem Ausflug zum Grand Canyon, dann weiter nach Los Angeles. Hier haben wir uns ein Auto gemietet und sind die Westküste bis nach San Diego hinuntergefahren. Zurück in Los Angeles sind wir dann nach Miami geflogen und von dort dann wieder nach New York und nach Hause. Natürlich haben wir hier von allen besuchten Orten nur einen kleinen Ausschnitt anschauen und erleben können, aber es hat sich gelohnt! Die eine amerikanische Kultur teilt sich in so viele „Unterkulturen“ auf, das habe ich auf diesem Trip ganz deutlich erlebt. Dabei waren wir eigentlich nur in Großstädten unterwegs und haben uns die ländlichen Gegenden und andere Nationalparks gar nicht angesehen. Heute würde ich so eine Amerikarundtour wohl ganz anders planen, mir die vielen Nationalparks anschauen und Natur und Berge erleben wollen – aber wie schon gesagt, es war ein außerordentliches Erlebnis und mein damaliger Traum!

Zur amerikanischen Kulinarik hört man viel, weiß man viel und in geschätzt 99% der Fälle ist das Urteil alles andere als positiv: Amerika steht für Fast Food, fettig, zuckerlastig und mengenmäßig immer „Super Size“. Das kann ich meiner Erfahrung nach leider nur bestätigen. Natürlich findet man vor allem in den Großstädten immer hippe Läden, die gesunde Speisen und Lebensmittel verkaufen. Seit 2011 hat sich hier auch definitiv noch mehr getan. Doch die Auswahl an Fast Food und Süßigkeiten ist enorm und manchmal tut man sich wirklich schwer, denn egal wo man hingeht, man wird dauernd damit konfrontiert – egal ob schon beim Frühstück, zwischendurch oder beim Mittag- und Abendessen. Natürlich sind die überdimensionierten Burger und XXL-Sandwiches, die Berge von Pancakes, Waffeln und French Toast in einem typisch amerikanischen Diner ein Erlebnis wert! Aber manchmal sehnt man sich dann wieder nach einer etwas leichteren Küche. Gesund essen ist meiner Erfahrung nach als Urlauberin in Amerika dann gar nicht so einfach, außer man kocht selbst oder sucht sich gezielt Restaurants, die nicht nur die „Klassiker“ anbieten. Und manchmal ging es einfach gar nicht anders: Als wir mit einer geführten Bustour zum Grand Canyon gefahren sind, war im Angebot inkludiert, dass wir zum Frühstück und Abendessen am Hin- und Rückweg die Möglichkeit hätten, in „Raustaurants“ etwas zu essen. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass egal in welcher Pampa oder Wüste du dich befindest, es immer irgendwo einen McDonald’s oder Burger King gibt.

So, jetzt aber Schluss mit den negativen Seiten der amerikanischen Esskultur, denn eines habe ich schon geschätzt: dass nicht jedes Brot in Amerika wie Schaumstoff schmeckt! Ihr habt sicherlich schon einmal diese runden Brötchen mit dem Loch in der Mitte gesehen oder selbst schon gegessen  – Bagels sind in Amerika nicht mehr wegzudenken und gemessen an der Beliebtheit wohl das Pendant zu unserer Semmel in Österreich! Bagels kann man in den unterschiedlichsten Varianten kaufen und essen. Ob süß oder pikant, bestrichen oder belegt: Bagels sind super als Frühstück, Hauptspeise oder für Zwischendurch. Deshalb gibt es von mir heute zum Thema Amerika nicht noch ein Burger- oder Pancakerezept, sondern ein Rezept für diese köstlichen Bagels!

 

Zutaten (für 6 Stück)

  • 250 g glattes Mehl
  • 250 g Vollkornmehl
  • 1/2 Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Salz
  • 1 Ei zum Bestreichen oder alternativ 1 EL Soja- oder Kichererbsenmehl
  • etwas Zucker
  • 2 EL Sesam, 2 EL Mohn

 

Zum Kochen der Bagels:

  • 2 Liter Wasser
  • 50 g Zucker

 

Zubereitung

Die Hefe im lauwarmen Wasser mit einer Prise Zucker 5 Minuten auflösen. Währenddessen das Mehl und das Salz vermischen. Anschließend das Hefe-Wasser-Gemisch zugeben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Je besser und länger ihr den Teig knetet, desto besser – also mindestens 10 Minuten Workout sind hier inkludiert! Dabei kann es auch sein, dass ihr immer wieder wenig Mehl hinzugeben müsst. Wenn ihr irgendwann erschöpft genug seid (also der Teig dann fertig geknetet ist), gebt ihr ihn in eine Schüssel und lasst ihn zugedeckt an einem warmen Ort für mindestens 1 Stunde gehen bis sich der Teig verdoppelt hat. Ich stelle ihn hierfür bei 40°C ins geöffnete Backrohr.

Anschließend formt ihr aus dem Teig 6 gleich große Kugeln, legt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lasst sie wiederum ca. eine halbe Stunde gehen. Dann heizt ihr das Backrohr auf 200°C Ober-/Unterhitze vor und stellt einen großen Topf mit Wasser auf, in den ihr den Zucker hinein gebt. Dieser sorgt dafür, dass die Oberfläche der Bagels etwas karamellisiert und somit eine köstliche Kruste entsteht. Gebt jeweils 2 Bagels nacheinander für etwa 2 Minuten ins wallende Wasser und dann wieder auf das Backblech. Verquirlt das Ei oder vermischt das Soja- bzw. Kichererbsenmehl mit etwas Wasser und bestreicht die Bagels damit. Gebt entweder Mohn oder Sesam oder einfach beide gemeinsam auf die Bagels. Dann gebt ihr die Bagels für ca. 20 Minuten in das Backrohr und fertig!

 

Alle bisher erschienen Beiträge zu „Um 80 Tagen um die kulinarische Welt“

 

Teil 1: Carmen und Jasmin/Klammer Sisters – Südafrika

Teil 2: Vanessa Brandl/Die Diätologin – Asien

Teil 3: Sabrina Egg/Joyfood – Indonesien

Teil 4: Christina Schierlinger-Brandmayr/kitchen-therapies – Mallorca

Teil 5: Carmen und Jasmin/Klammer Sisters – Frankreich

Teil 6: Vanessa Brandl/Die Diätologin – Sri Lanka

Teil 7: Sabrina Egg/Joyfood – Indien

Teil 8: Christina Schierlinger-Brandmayr/kitchen-therapies – Irland

Teil 9: Carmen und Jasmin/Klammer Sisters – Finnland

Teil 10: Vanessa Brandl/Die Diätologin – Italien

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