Ist gesunde Ernährung teuer?

Jein. Es kommt immer darauf an, wie ihr euren Essalltag gestaltet und nach welchen eigenen Regeln ihr lebt. Ich habe gelernt, mit 100 – 150 Euro im Monat rein für Lebensmittel auszukommen. Natürlich sind dabei Restaurantbesuche nicht inkludiert, aber diese sind weniger die Regel, als die Ausnahme.

Ich wurde schon öfter gefragt, wie ich das schaffe und mich dabei trotzdem gesund ernähren kann. Aber genau das ist es: für mich bedeutet sich gesund ernähren, bewusst Lebensmittel einzukaufen, selbst zu kochen, so gut es geht auf Regionalität, Saisonalität und Herkunft zu achten. Und das spart Geld!

Wieso soll ich mein Geld für überteuerte Produkte ausgeben, die mir viel versprechen, aber nichts davon halten? Warum soll ich im Winter Papayas vom Ende der Welt essen, wenn ich unser vielfältiges regionales Angebot haben kann? Nicht jeder hat diese Einstellung und ich bin eine der Letzten, die diese jemandem aufzwingen will. Doch manche Ernährungstrends, einige Produkte zur Nahrungsergänzung oder vermeintliche Wundermittel gehen ins Geld und sind meist nicht notwendig.

Wie ihr gut, gesund und trotzdem geldbörserlschonend essen und trinken könnt? Bitteschön:

 

Wissen, wo es herkommt

Wenn wir zu Gemüse und Obst aus der Region und der Jahreszeit entsprechend greifen, können wir viele Euros einsparen, da ihr Anbau keine zusätzlichen Maßnahmen benötigt. Zudem wird die Umwelt geschont, was heutzutage ja nicht ganz unwichtig ist. Tomaten oder Zucchini im Winter zum Beispiel kommen aus dem Gewächshaus oder aus weit entfernten Ländern. Dabei ist ein erheblicher Energieaufwand notwendig und geschmacklich kann die Glashausalternative der saisonalen Variante im Sommer nicht das Wasser reichen. Im Gegensatz dazu mag es saisonales Kraut, Knollen, Wurzel- oder Kohlgemüse etwas kühler und kann trotz der kalten Jahreszeit gedeihen und uns mit wichtigen Inhaltsstoffen versorgen. Die Folge: Keine zusätzliche Energie wird verschwendet und keine langen Transportwege zurückgelegt, weshalb weniger Ausgaben entstehen, für die letzten Endes die Kunden, also wir, aufkommen müssen.

 

Fertigprodukte zahlen sich nicht aus

Fertigprodukte scheinen auf den ersten Blick oft sehr günstig zu sein, doch wenn man sich alles einmal durchrechnet, rechnet es sich nicht! Eine Tiefkühlpizza oder Lasagne um wenige Euro mag billig erscheinen, doch kommt die selbstgemachte Variante vergleichsweise immer günstiger. Zudem enthalten die meisten Fertigprodukte mehr Fett, mehr Zucker, Konservierungsstoffe, Aromen, Farbstoffe und, und, und. Frische Lebensmittel einkaufen und selbst verarbeiten zahlt sich also doppelt aus! Was mich zum nächsten Punkt führt…

 

Den Kochlöffel schwingen

Einer der für mich persönlich wichtigsten Punkte, ist es, selbst zu kochen. Auswärts zu essen oder zu Fertigprodukten zu greifen, wie im vorigen Punkt angesprochen, belastet das Konto mehr, als man anfangs glaubt! Wie ich schon im Menüpunkt Natürlich essen angebracht habe: Kochen bedeutet keine Zeiteinschränkung, sondern eine Verschiebung der Prioritäten. Beginnt mit leichten Rezepten, lasst es zur Routine und irgendwann zur Normalität werden. Die, die davon profitieren, seid ihr selbst und die Menschen, für die ihr kocht!

Selber kochen führt auch dazu, dass man ganz einfach eine Portion mehr zubereiten kann und somit schon eine Jause für unterwegs organisiert hat. Oder man bereitet sich selbst ein belegtes Brot zu – damit werden die Gänge zum Bäcker oder Bistro weniger und die Ausgaben somit auch!

 

Der Guide durch den Supermarkt

Schreibt euch eine Einkaufsliste, von den Dingen, die ihr wirklich braucht und haltet euch möglichst daran. Wenn man ohne Ziel einkaufen geht, tendiert man oft dazu, mehr zu kaufen, als man benötigt.

 

Teure Aktionsangebote

3 Stück zum Preis von 2, in der Menge billiger… Solche Aktionen verführen uns sehr oft dazu, mehr zu kaufen, als wir brauchen. Die Folge daraus: Lebensmittel werden weggeworfen und dazu das hart verdiente Geld. Schaut euch Sonderangebote genau an: Sparen sie wirklich Geld oder fordern sie nur dazu auf, mehr zu kaufen?

 

Trinken aus der Mehrwegflasche

Nicht nur Essen gehört zu einer gesunden Ernährung, sondern auch Trinken. Fast überall kann man sich Mineralwasser und Säfte in Plastikflaschen besorgen. Das kostet und belastet einmal mehr die Umwelt. Eine eigene Trinkflasche oder einen Trinkbecher kann man sich genauso mit Wasser, Säften oder Tee füllen und das Beste: wieder nachfüllen. Jederzeit und überall. Einmal investiert, rentiert es sich tausendfach!

Fallen euch noch Punkte ein, wie wir uns gesund ernähren können, ohne zu viel Geld ausgeben zu müssen?

Habt ihr noch Geldspar-Tipps?

Merken

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen