Rezept: Krautstrudel mit Joghurtsauce

So gern ich die asiatische und mediterrane Küche mag, hat auch die österreichische einiges zu bieten. Als typisches Beispiel wäre hier der Strudel zu nennen. In den letzten Jahren wurde dieser zu einer meiner Lieblinge, denn er lässt sich mit allem füllen, was das Herz begehrt. Ob süß, sauer oder pikant – in die Teigrolle passt so gut wie alles. Zudem ist dieser  Teig fett- und somit kalorienarm.

Am liebsten bereite ich Strudel pikant zu. Typisches Beispiel hierfür wäre zum Beispiel ein Spinat-Feta-Strudel. Doch heute gibt es von mir zwei Varianten für Krautstrudel. Einmal mit Rotkraut (Rotkohl) und einmal mit Weißkraut (Weißkohl).

Je nachdem wie motiviert ihr seid, könnt ihr den Strudelteig auch selbst herstellen. Das Rezept dafür steht weiter unten. Wenn es schneller gehen soll, kann man den Strudelteig auch schon fertig aus dem Kühlregal kaufen.

ACHTUNG: Oft wird anstatt Strudelteig Blätterteig verwendet. Blätterteig enthält Unmengen an Fett und sollte nicht für Strudel zweckentfremdet werden. Wie der Name schon sagt: Für richtigen Strudel braucht man nun mal Strudelteig ;-)

 

 Zutaten (für 1 Strudel)

Füllung

  • 500 g Weiß- oder Rotkraut
  • 1 Apfel
  • 50 g Walnüsse
  • 2 EL pflanzliches Öl (z.B. Rapsöl)
  • 1 EL Mehl
  • 200 ml Wasser
  • Einen Schuss Essig (Apfel-, Weißwein-, Tafelessig…)
  • Kümmel ganz
  • Salz, Pfeffer

 

Joghurtsauce

  • 150 g Joghurt (1,5 % Fett)
  • Schnittlauch frisch oder tiefgekühlt
  • Prise Salz, Pfeffer
  • Optional Knoblauch

 

Zubereitung

Das Kraut in dünne Streifen schneiden oder hobeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und das Kraut zugeben. Einen Schuss Wasser, Salz, Pfeffer sowie Kümmel zugeben und auf mittlerer Hitze weich werden lassen. Immer wieder umrühren. Walnüsse grob in Stücke sowie den Apfel in Würfel schneiden und zum Kraut hinzugeben. Für eine feinere Konsistenz, das Kraut mit Mehl binden. Dafür am Ende den Rest des Wassers zugeben und das Kraut mit dem Mehl stauben. Hierfür das Mehl einfach relativ gleichmäßig über dem Kraut verteilen und gleich umrühren, damit sich keine Klumpen bilden. Man kann auch vorab das Mehl mit kaltem Wasser gut verrühren und dann zum Kraut geben. Zum Schluss noch einen Schuss Essig dazugeben, abschmecken und abkühlen lassen.

Wenn ihr gekauften Strudelteig verwendet, rollt ihn mit dem Papier nach unten aus. Die abgekühlte Füllung auf 1/3 des Teiges geben, wobei jeweils ca. 3 cm an den Rändern freigelassen wird. Die Ränder über der Füllung einschlagen und mithilfe des Papiers einrollen. Mit einer Ei-Milch-Mischung bestreichen und bei 180°C im Backrohr 20-30 Minuten backen bis der Strudel goldgelb ist.

Für die Joghurtsauce einfach alle Zutaten in eine Schüssel geben und verrühren.

Krautstrudel Zubereitung_01_Joyfood

Strudelteig selbst gemacht

Bei der Herstellung von Strudelteig spielt viel Gefühl mit. Wenn ihr euch also das erste Mal an den Strudelteig wagt, dann verzagt nicht! Er muss keine Schönheit sein und mit der Übung weiß man wie es geht und wird schneller in der Zubereitung.

Zutaten

  • 150 g glattes Mehl
  • 15 g Öl (neutrales wie z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl. Mit Olivenöl lässt sich der Teig nicht mehr ziehen)
  • 80 ml lauwarmes Wasser
  • ½ TL Essig oder Weißwein (Wein- Tafel- oder Apfelessig, kein Balsamico – lässt sich sonst nicht ziehen)
  • Salz

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zuerst mit einer Gabel, dann mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ist der Teig zu klebrig, etwas Mehl zugeben. Ist er zu trocken einfach ganz wenig Wasser zugeben (Achtung, meistens braucht es dafür wirklich nicht viel). Die Teigkugel in eine Schüssel geben, mit einem Geschirrtuch abdecken und rasten lassen. Währenddessen kann man sich um die Füllung kümmern.

Nun zur eigentlichen Kunst: das Ausziehen

Die Teigkugel auf ein bemehltes Tuch (Geschirrtuch oder altes Leintuch) legen. Zuerst mit dem Teigroller (alternativ tut es auch eine Weinflasche oder eine Thermoskanne) rechteckig ausrollen. Dafür immer von der Mitte aus abwechselnd in die Ecken rollen. Dann beide Hände unter den Teig geben und mit den Handrücken der Teig ziehen. Man kann den Teig auch ganz in die Hände nehmen und wie ein Pizzabäcker den Teig mit beiden Händen bearbeiten.

Der Teig kann ruhig dünn werden. Sollten Löcher entstehen, kann man die einfach zusammendrücken. Am Rand sind sie nicht schlimm, da man diese am Ende nicht mehr sieht, wenn der Teig zusammengerollt wird. Wenn ihr das Bestmögliche getan habt, legt ihr den Teig wieder auf das Tuch. Die Füllung auf 1/3 des Teiges geben und dabei ca. 3 cm an den Rändern freilassen.

Die Ränder über die Füllung einschlagen und dann mithilfe des Tuches den Teig einrollen. Einfach unter das Tuch greifen und den Teig einschlagen (Achtung: nicht zu impulsiv, sonst verselbstständigt sich der Teig und rollt vom Tisch – alles schon passiert ;-) )

Dann den Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Wenn er länger geworden ist, kann man ihn diagonal auf das Blech legen oder gar zum U formen.

Zum Schluss noch mit einer Ei-Milch-Mischung bestreichen und bei 180°C im Backrohr 20-30 Minuten backen bis der Strudel goldgelb ist.

Krautstrudel Zubereitung_02_Joyfood

Krautstrudel_Joyfood (2)

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