Warum weniger Salz Sinn macht: Ein Selbstversuch

Im Zuge eines Seminars auf der Uni sollen wir selbst eine Verhaltensänderung im Bereich Ernährung oder Bewegung durchführen. Ziel dieses Selbstversuches ist es, am eigenen Leib zu erfahren, dass zu einer Verhaltensänderung mehr als nur ein Ziel und der Wille gehört, sondern viele Schritte und Phasen notwendig sind, um etwas neues zur Gewohnheit werden zu lassen. Wer schon einmal versucht hat, etwas an seinem Ess- oder Bewegungsverhalten zu ändern weiß, wovon ich spreche.

Am Anfang ist man hochmotiviert, sieht sich am Ziel und alles kommt einem ganz einfach vor – bis die ersten Wochen oder gar Tage vorbei sind. Dann schleichen sich so allmählich alte Gewohnheitsmuster wieder ein. Am Anfang sieht man noch darüber hinweg. Irgendwann „ist es dann auch schon egal“. Kennt ihr das auch? Kleine Schritte führen zum Ziel. Dies möchte ich nun selbst ausprobieren.

 

Selbstversuch: Salz reduzieren

Ich habe mir vorgenommen, meine Salzzufuhr zu verringern. Seit ungefähr drei Jahren hat sich diese nämlich um einiges erhöht. Da ich ungefähr 70% des Jahres an starkem Heuschnupfen leide, geht hin und wieder auch mein Geruchssinn aufgrund der verstopften Nase flöten. Geruchs- und Geschmackssinn ergänzen einander, somit ging die Verringerung der Geruchsfähigkeit auch mit fehlendem Geschmackempfinden einher. Die Folge daraus: ich salzte immer mehr. Irgendwann habe ich mich an den salzigen Geschmack gewöhnt und plötzlich gemerkt, dass ich in etwa das Doppelte an Salz brauche, als früher. Nun möchte ich diese Angewohnheit wieder umkehren und weniger Salz verwenden.

SalzstreuerBildquelle: pixabay.com

Warum weniger Salz?

Salz ist wichtig für unseren Wasserhaushalt im Körper. Jeden Tag verlieren wir einen Teil über den Schweiß und Ausscheidungen, weshalb Salz Teil der menschlichen Ernährung sein muss. Doch zu viel führt zu negativen Folgen: Laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sollte man weniger als 5 g pro Tag Salz zuführen (dies entspricht etwa einem Teelöffel), um Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen oder ihnen entgegenzuwirken. Die meisten Europäer nehmen täglich 8 – 11 g Salz zu sich, was weit über dem empfohlenen Niveau liegt. Schon eine moderate Reduktion, kann das Risiko senken. Zwar leide ich weder an Bluthochdruck noch an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, doch will ich in 20-30 Jahren nicht sagen müssen: Hätte ich doch!

Ein Teelöffel Salz am Tag ist nicht viel. Derzeit schaffe ich das oft innerhalb einer Mahlzeit durch reines Zusalzen. Wer vorwiegend Fertigprodukte verspeist, wird ebenfalls nicht mit nur einem Teelöffel auskommen, denn diese enthalten unter anderem meist auch Unmengen an Salz.

 

Wie wird Salz gekennzeichnet?

Die Nährwertangaben enthalten meistens die Salzmenge pro 100 g und/oder pro Portion. Doch nicht immer findet man auch das Wort „Salz“ in den Zutaten oder in der Nährwerttabelle. Chemisch gesehen besteht unser Speisesalz aus Natriumchlorid (NaCl). Dieses Natrium ist häufig statt Salz auf den Verpackungen zu finden. Da Natrium ein Bestandteil von Salz ist, brauchen wir einen Umrechnungsfaktor, um vom Natriumgehalt auf den eigentlichen Salzgehalt schließen zu können.

Speisesalz in Gramm = Na (g) x 2,54

Ihr müsst nicht mit dem Taschenrechner im Supermarkt stehen und die Mengen an Salz verschiedener Produkte berechnen. Dennoch ist es sinnvoll zu wissen, dass der Salzgehalt mehr als das Doppelte des Natriumgehaltes eines Produktes beträgt.

Wie es mir in dieser Zeit des Selbstversuches ergangen ist und wie es weitergehen wird, werde ich euch dann berichten ;-)

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