Basis-Rezept für amerikanische Bagels

Mittlerweile war ich schon einige Male in den USA – das letzte Mal vor ein paar Monaten im schönen Yosemite-Nationalpark zum Klettern, wo ich meine ersten Big-Wall-Erfahrungen machen durfte. Die Planung, was man wie und wo in welchen Mengen isst und trinkt, ist dabei super wichtig! Was dabei nie fehlte waren Riege, Wasser und Bagels! Inspieriert durch diesen Klettertrip, habe ich heute ein Rezept für frische selbstgemachte Bagels.

Ansonsten sieht die typisch-amerikanische Kulinarik ihrem Ruf entsprechend ja in etwa so aus: viel Fast Food, fettig, zuckerlastig und mengenmäßig immer „Super Size“. Das kann ich meiner Erfahrung nach leider nur bestätigen – der Lebensmitteleinkauf und das Auswärtsessen war manchmal gar nicht so einfach. Natürlich findet man vor allem in den Großstädten immer hippe Läden, die gesunde Speisen und Lebensmittel verkaufen. Doch die Auswahl an Fast Food, Knabbereien und Süßigkeiten ist enorm und manchmal tut man sich wirklich schwer – egal wo man hingeht, man wird dauernd damit konfrontiert – egal ob schon beim Frühstück, zwischendurch oder beim Mittag- und Abendessen. Natürlich sind die überdimensionierten Burger und XXL-Sandwiches, die Berge von Pancakes, Waffeln und French Toast in einem typisch amerikanischen Diner ein Erlebnis wert! Aber manchmal sehnt man sich dann wieder nach einer etwas leichteren Küche. Gesund essen ist meiner Erfahrung nach als Urlauberin in Amerika dann gar nicht so einfach, außer man kocht selbst oder sucht sich gezielt Restaurants, die nicht nur die „Klassiker“ anbieten. Und manchmal geht es auch einfach gar nicht anders: Als ich 2011 mit einer geführten Bustour zum Grand Canyon gefahren bin, war im Angebot inkludiert, dass wir zum Frühstück und Abendessen am Hin- und Rückweg die Möglichkeit hätten, in „Raustaurants“ etwas zu essen. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass egal in welcher Pampa oder Wüste du dich befindest, es immer irgendwo einen McDonald’s oder Burger King gibt.

So, jetzt aber Schluss mit den negativen Seiten der amerikanischen Esskultur, denn eines habe ich schon geschätzt: dass nicht jedes Brot in Amerika wie Schaumstoff schmeckt! Bagels sind in Amerika nicht mehr wegzudenken und gemessen an der Beliebtheit wohl das Pendant zu unserer Semmel in Österreich! Bagels kann man in den unterschiedlichsten Varianten kaufen und essen. Ob süß oder pikant, bestrichen oder belegt: Bagels sind super als Frühstück, Hauptspeise oder für Zwischendurch, vor allem wenn man sportlich unterwegs ist und auf das Gewicht im Rucksack achten muss.

 

Zutaten (für 6 Stück)

  • 250 g glattes Mehl
  • 250 g Vollkornmehl
  • 1/2 Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Salz
  • Etwas (pflanzliche) Milch zum Bestreichen
  • 2 EL Sesam, 2 EL Mohn

 

Zubereitung

Die Hefe im lauwarmen Wasser mit einer Prise Zucker 5 Minuten auflösen. Währenddessen das Mehl und das Salz vermischen. Anschließend das Hefe-Wasser-Gemisch zugeben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Je besser und länger ihr den Teig knetet, desto besser – also mindestens 10 Minuten Workout sind hier inkludiert! Dabei kann es auch sein, dass ihr immer wieder wenig Mehl hinzugeben müsst. Wenn ihr irgendwann erschöpft genug seid (also der Teig dann fertig geknetet ist), gebt ihr ihn in eine Schüssel und lasst ihn zugedeckt an einem warmen Ort für mindestens 1 Stunde gehen bis sich der Teig verdoppelt hat. Ich stelle ihn hierfür bei 40°C ins geöffnete Backrohr.

Anschließend formt ihr aus dem Teig 6 gleich große Kugeln, legt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lasst sie wiederum ca. eine halbe Stunde gehen. Dann Löcher in die Kugeln machen und das Backrohr auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann bestreicht ihr die Bagels mit der (Pflanzen-) Milch. Gebt entweder Mohn oder Sesam oder einfach beide gemeinsam auf die Bagels. Dann gebt ihr die Bagels für ca. 20 Minuten in das Backrohr und fertig!

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