Schnelles indonesisches Nudelgericht: Mie goreng

Da ich die asiatische Küche innig liebe, gibt es wieder einmal ein passendes Rezept. Im Sommer 2015 bin ich einen Monat lang durch den größten Inselstaat der Welt gereist. Mit Rucksack und Flipflops, so wie es sich gehört. Von der Hauptstadt Jakarta sind wir oldschool mit dem Zug über 1000 Kilometer über die Hauptinsel Java getrampt, haben uns buddhistische und hinduistische Tempel angesehen sowie Vulkane bestiegen, sind auf Wellen gesurft und haben die Meereswelt beim Tauchen erkundet. Ein weiteres Highlight war der Kochkurs auf Bali in einer Outdoor-Küche mit selbst geernteten Gemüse- und Kräutervariationen. Ein Traum! Dort haben wir nicht nur gelernt, wie die Erdnusssauce zubereitet wird, sondern auch wie man Kokosmilch macht, welche Gewürze die indonesische Küche ausmachen und und und. Zudem ist die traditionelle indonesische Küche sehr pflanzenbasiert. Reis, Gemüse, Früchte, Soja, Kokosmilch und etliche stärkereiche kartoffelähnliche Knollen wie zum Beispiel Yams oder Cassava stehen täglich am Speiseplan.

Der Klassiker ist „Nasi Goreng“ – gebratener Reis, den es zu jeder Tageszeit gibt – ja, auch zum Frühstück. Auch gebratene Nudeln,  „Mie goreng“, gehören zur tagtäglichen Küche der Indonesier. Dabei schmecken die beiden Nationalgerichte nicht jedes Mal gleich, denn man kann sie beliebig mit unterschiedlichen Gemüsesorten und Beilagen variieren.

Für das heutige Rezept habe ich mich für Mie goreng entschieden, hauptsächlich deshalb, um euch auch ein Lebensmittel vorzustellen, was viele bei uns nicht kennen und in der indonesischen Küche ebenfalls nicht wegzudenken ist: Tempeh. Tempeh besteht aus fermentierten Sojabohnen und wird meistens in der Pfanne angebraten oder frittiert. Gut gewürzt schmeckt er unglaublich gut! Ich habe ihn in Indonesien das erste Mal gegessen und spaziere seither regelmäßig in den Asia-Laden. Fast jeder Asia-Laden hat Tempeh in der Tiefkühltruhe, ansonsten gibt es ihn auch beispielsweise im Billa plus, im Reformhaus oder im Denn’s Biomarkt im Kühlfach neben Tofu & Co.

Genug drum herum geredet/geschrieben. Hier stelle ich euch also ein klassisches Gericht aus Indonesien vor: Mie goreng mit Tempeh und grünen Gemüsevariationen!

 

Zutaten (für 4 Portionen)

  • 400 g Asia-Nudeln
  • 200 g Grünkohl (oder Broccoli)
  • 200 g Pak Choi
  • 100 g Spinat (frisch oder tiefgekühlt)
  • 200 g Tempeh (Asiamarkt, Billa plus, Denns oder Reformhaus)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 Kurkumawurzeln oder 2 TL Kurkumapulver
  • ein Stück Ingwer (ca. 3 cm)
  • 1-2 Chilischoten
  • mind. 4 EL Sojasauce
  • 4 EL Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
  • Sesam zum Bestreuen

 

Zubereitung

Den Tempeh in Streifen schneiden und in etwas Sojasauce marinieren. Die Hälfte vom Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und den Tempeh darin knusprig anbraten. Wenn er fertig ist, wird er inzwischen auf einem Teller oder in einer Schüssel auf die Seite gestellt.

Dann das Nudelwasser aufstellen und salzen. Den Grünkohl oder den Brokkoli schneiden und im restlichen Rapsöl kurz auf hoher, dann auf mittlerer Hitze anbraten. Bei Bedarf einen Schuss Wasser zugeben. Den Pak Choi schneiden, aber noch nicht hinzugeben – dieser kommt erst zum Schluss dazu. Während das Gemüse vor sich hin brutzelt, die Asia-Nudeln nach Packungsbeilage zubereiten.

Klein gewürfelten Ingwer, Kurkuma, Knoblauch und nach Geschmack Chili zum Gemüse geben. Danach den Spinat zufügen. Pak Choi und etwas Sesam zugeben und noch einmal gut anbraten. 

Nudeln hinzufügen, alles gut durchmischen, anbraten und mit Sojasauce und gegebenenfalls Gewürzen abschmecken

Auf einem Teller anrichten, den Tempeh daraufgeben und mit Sesam bestreuen.

 

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